Die Lochzange und das Leder

Mit dem Schraubendreher ein Loch in Leder zu machen, kann auf Dauer keine gute Lösung sein. Gerade im Bastellbereich entdecken viele Hobbyisten, dass es nur eine saubere Lösung für das teure Leder geben kann – die Lochzange. Doch eignet sich eigentlich jede für diesen speziellen Anspruch?

Ja, sagen wir. Vorausgesetzt, die Lochzange verfügt über einen allgemein guten und qualitativ hochwertigen Standard. Darunter zählt die Härte und Schärfe der Lochpfeifen genauso, wie der handfreundliche Griff und das robuste Material, aus dem die Zange besteht. Die von uns getesteten Lochzangen erfüllen alle die Voraussetzungen, ein Loch in Leder zu stanzen.

Vorsicht vor den DIY-Methoden

Wie zum Beispiel auf frag-mutti.de wird eine angeblich saubere Art und Weise beschrieben, wie man auch ohne Lochzange ein Loch ins Leder bekommt. Hier wird Schritt für Schritt erklärt, dass eine Nadel zunächst über eine Feuerquelle (z. B. Kerze) heiß gemacht wird, um mit dieser Spitze anschließend ein Loch zu produzieren. Sicherlich ist das eine Methode, um ein sauberes Loch hinzubekommen. Sauber meint aber nur, dass die Lochränder nicht ausgefranst sind. Heiß bedeutet eben doch, dass es unter Umständen zu hässlichen schwarzen Verkohlungsrückständen kommen kann. Ruß durch die Kerze oder einfach durch eine zu heiße Nadel entstehen dann doch „Verbrennungsrückstände“. Entgegen der frechen Antwort vom Verfasser dieser Theorie, als ein Mitglied der Community ihre Sorge um den weißen Gürtel zu Recht bekundete und damit diese Anleitung in Frage stellte, müssen wir leider davon abraten.

Auch, wenn der Hinweis vom Verfasser, man möge doch vorsichtig mit Feuer umgehen, irgendwie lieb gemeint war.